06/10/2022

Aufwertung von Grundstücken und Beteiligungen innerhalb 15.November, Ersatzsteuer 14%

Mit der Umsetzung des italienischen Gesetzesdekrets Nr. 17/2022 (DL "Energia") wurde die Frist für die Aufwertung der steuerlichen Werte von Grundstücken (landwirtschaftliche Flächen und Baugrund) und von nicht börsennotierten Beteiligungen im Besitz von Privatpersonen zum 1. Januar 2022 vom 15. Juni auf den 15. November 2022 aufgeschoben. Dieser Vorgang ermöglicht es, die steuerlichen Werte von Grundstücken und Beteiligungen zu berichtigen, um eine ganze oder teilweise Steuerbefreiung der realisierten Veräußerungsgewinne gemäß Artikel 67 Absatz 1 Buchstaben a) bis c-bis) TUIR zu ermöglichen.
Zu diesem Zweck müssen bis zum 15. November die folgenden Bedingungen gegeben sein:
  • Ausarbeitung einer Schätzung der Beteiligung oder des Grundstücks durch einen qualifizierten Fachmann (z.B. Steuerberater, Geometer, Ingenieur usw.)
  • Zahlung der Ersatzsteuer in Höhe von 14%, die auf den gesamten Schätzungswert berechnet wird

Die Aufwertung gilt mit der Bezahlung des vollen Betrags der geschuldeten Ersatzsteuer oder, im Falle einer Ratenzahlung, mit der Bezahlung der ersten Rate, als abgeschlossen; Im Falle einer verspäteten Zahlung ist die Aufwertung als ungültig zu erachten.

Es besteht die Möglichkeit, den Betrag in Raten über drei Jahre zu zahlen; die Raten sind in diesem Fall jeweils am 15. November 2022, 2023 und 2024 fällig und müssen um die Zinsen (3 % pro Jahr ab der 1. Fälligkeit) erhöht werden.

Für den Fall, dass der Steuerpflichtige bereits die Aufwertung in Anspruch genommen hat und beabsichtigt, eine weitere Aufwertung der Beteiligung oder des Grundstücks in Anspruch zu nehmen:
  • er ist nicht verpflichtet, eventuell noch ausstehende Raten aus früheren Aufwertungen zu zahlen;
  • die bereits gezahlte Ersatzsteuer der vorherigen Aufwertung kann von der aktuell geschuldeten Steuer abgezogen werden.
Im Falle einer Aufwertung, die zu einer Wertminderung führt, kann die zu viel gezahlte Ersatzsteuer, nicht von der neu berechneten Ersatzsteuer abgezogen werden und kann somit nicht zurückverlangt werden.

Die Tatsache, dass für die Berechnung der Ersatzsteuer der Schätzwert, anstelle des Anschaffungs-/Einkaufwerts, verwendet wird, ermöglicht nicht die Realisierung von Verlusten (minusvalenze) gemäß Artikel 68 des TUIR, welche auf die Folgejahre vorgetragen oder kompensiert werden können. Wenn im Falle einer späteren Veräußerung der neu bewerteten Beteiligungen, der Schätzwert höher ist als der Verkaufspreis, kann der Veräußerungsverlust daher steuerlich nicht geltend gemacht werden.
 
 
 
 
 
 
 
Teilen. Empfehle diese News deinen Freunden weiter.
 
 
 

Ihr Ansprechpartner

 
 

Dott. Andrea Pircher

Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
Stabstelle Buchhaltung und Steuerberatung
Sitz: Bozen
 
T: 0471 310 311
E-Mail:
 
 
 
 
 

Das könnte Sie auch interessieren
 

16/11/2022

Beiträge „de minimis“ 2018: Einladungen zur freiwilligen Berichtigung

Die Agentur der Einnahmen versendet aktuell Mitteilungen über die Nichteintragung der Veröffentlichungspflicht der erhaltenen staatlichen Beihilfen und der "De-minimis“ Beihilfen im Register RNA (Nationales Register für staatliche Beihilfen), SIAN ...
 
 

14/11/2022

COVID-19 Beiträge weiterhin nicht zu versteuern

Die Agentur der Einnahmen vertritt die Auffassung, dass die infolge des epidemiologischen Notstands COVID-19 gewährten Beiträge und Subventionen, auch wenn sie nach dem 31. März 2022, dem Datum der Beendigung des Notstands, ausgezahlt wurden, keine ...
 
 

10/11/2022

Verlustbeitrag HORECA: zusätzliche Beiträge mit Erklärung innerhalb 21. November

Für den sogenannten "HORECA"-Beitrag wurden zusätzliche Geldmittel bereitgestellt. Um ihn in Anspruch zu nehmen, ist innerhalb 21. November eine Erklärung für die Einhaltung der „De-minimis"-Beihilfen einzureichen.

Der Beitrag ...
 
 

10/11/2022

IMU – Befreiung: Wenn Ehegatten in verschiedenen Häusern leben

Das Verfassungsgericht hat in seinem Urteil 209/2022 die im IMU-Gesetz enthaltene Regelung für rechtswidrig erklärt, wonach zwei Ehegatten nicht in den Genuss der IMU-Befreiung für beide Häuser kommen können, wenn jeder von Ihnen ein Haus besitzt, ...
 
 
 
Kontaktiere uns